Meh als Rezäpt

Rezeptideen für deinen Meh als Gmües Ernteanteil

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Mairübchen in Senfdressing mit Goldbuttfilets

Mit Freude durften wir diese Woche endlich unsere Mairübchen ernten. Die darin enthaltenen Senföle sorgen für eine fein-bittere Schärfe, die sich gut mit gebratenem Goldbutt kombinieren lässt.

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Obwohl Mairübchen wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiss enthalten, sind sie selten auf unseren Tafeln anzutreffen. Mit der Einführung der süsslicheren Kartoffel wurde das damals wichtige Grundnahrungsmittel aus unserer Küche verdrängt.

Vielleicht ist es nur mein persönlicher Eindruck, aber mir scheint, als stiesse ich in den vergangenen Jahren auf immer weniger Rezepte ohne süssende Zutaten und als habe unsere Kulinarik so an Mehrdimensionalität verloren.

Bitter ist eine Geschmacksrichtung für erwachsene Gaumen. Wer sie mag, hat sich meistens über Jahre mit ihr angefreundet und sie schätzen gelernt. In der heutigen, landläufigen Küche wird sie eher stiefmütterlich behandelt.

Mairübchen mit Goldbutt (Foto: Sarah, 2020)
Mairübchen mit Goldbutt (Foto: Sarah, 2020)

Umso begeisterter war ich, als ich das Buch «Bitter – Der vergessene Geschmack: Von Artischocke bis Zichorie • Rezepte für Gesundheit und Genuss» von Manuela Rüther entdeckte. Mit ihrem Buch bricht Rüther eine Lanze für bitterstoffreiche Speisen und zeigt auf, weshalb wir unserem Gaumen öfters mehr zumuten sollten.

Das unten stehende Rezept stammt aus besagtem Buch. Es eignet sich als idealer Einstieg für alle, welche die bittere Geschmacksrichtung bisher vor allem in Form von Bier, grünen Tee oder Kaffee schätzen, sich noch mehr mit der Geschmacksrichtung für Erwachsene auseinandersetzen und sich an die vielfältige Welt der gesunden Bitterstoffe herantasten möchten.

Wie ist dein Verhältnis zum bitteren Geschmack und insbesondere zu bitteren Gemüsesorten? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar.

Mairübchen mit Goldbutt (Foto: Sarah, 2020)

Mairübchen in Senfdressing mit Goldbuttfilets

Gericht Hauptgericht
Portionen 4 Portionen

Equipment

  • beschichtete Pfanne

Zutaten
  

  • 2-3 EL Apfelessig
  • 2 EL Traubenkernöl
  • 2 TL körniger Dijonsenf
  • 1 TL feiner Dijonsenf
  • ½ TL Agavendicksaft
  • Salz, Pfeffer (aus der Mühle)
  • 6-8 Mairübchen (Navette)
  • Salz, Pfeffer (aus der Mühle)
  • 8 Goldbuttfilets (Schollenfilets)
  • 1-2 EL Olivenöl
  • einige Zweige Salbei und Thymian
  • 1 EL Butter

Anleitungen
 

  • Für das Dressing alle Zutaten vom Apfelessig bis zum Salz und Peffer in ein Schraubglas geben und so lange kräftog schütteln, bis ein homogenes Dressing entstanden ist
  • Die Mairübchen fein hobeln
    In einer Schüssel mit Salz, Pfeffer und so viel von dem Dressig marinieren wie nötig
  • Die Goldbuttfilets vorsichtig waschen, trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer würzen
  • Das Olivenöl mit den Käuterzweigen in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Fischfiltes darin auf der Hautseite kräftg anbraten
    Die Hitze reduzieren und die Butter dazugeben
    Die Fischfiltes umdrehen und in der Butter bei sehr geringer Hitze nur noch gar ziehen lassen
  • Den Salat und die Goldbuttfilets auf vier Tellern anrichten und mit frischem Baquette, Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree sofort servieren.

2 Comments on “Mairübchen in Senfdressing mit Goldbuttfilets”

  1. Danke für die Idee,der Rübenteil hört sich wirklich lecker an! aber ernsthaft 😅 ein Meeresfisch? Passt wohl nicht so zu den Werten von meh als gmües..

    • Liebe Lise,

      Danke für deine Rückmeldung. In der Tat ist der Goldbutt keine regionale Zutat.
      Schreib mir doch, welche leckere Alternative du gefunden hast, die zu den Rüben passt. Dann nehme ich das ins Rezept auf.

      Beste Grüsse,
      Sarah

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